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Dienstag, 11. Dezember 2012

Südmexiko: Bienvenido en america central!


Route: Guanajuato- Salamanca- Queretaro- Puebla- San Cristobal de las Casas- Oxchuc- Ocosingo- Auqa Azul- Palenque- Chable- Buenovista- Escarcega- Centenario-Becan Maya Ruinen bei Xpujil- Chetumal an der Karibik!!!!!!!!


Tagebucheintrag „nicht so schöne Zeiten...“ (Salamanca, 14.11.2012)

„...sehr motiviert und gut drauf geht’s aus dem schönen Guanajuato wieder kurz Richtung Westen auf die staubige Schnellstraße Richtung Morelia. Leider müssen wir ein Stück auf dieser Straße radeln, was wirklich kein Spaß macht. Wir haben uns entschlossen den weiteren Kolonialstädten den Rücken zuzukehren (nach gefühlten 10 Stück hat man auch mal die Schnautze voll.. so schön sie auch sind! :=)) und die Richtung zu den Vulkanen und Seen einzuschlagen.

So düsen auf der 3 spurigen Straße die doppel-LKW an uns vorbei, wir bekommen kaum Luft aufgrund der Tonnen von Abgase die wir direkt ins Gesicht bekommen, dazu kommt noch der Staub und Sand von den Nebenstraßen und allerlei Müll und Dreck fliegt um uns die Ohren.
Dementsprechend macht die Strecke auch echt „ Spaß“, da hilft nur noch Augen zu und durch, wird sich schon irgendwann bessern...Vor einer kleineren Stadt Namens Salamanca suchen wir uns ein grünes Fleckchen, wieder einmal werden wir an der Pemex Tankstelle fündig, sogar mit Windschutz, da der Wind heute kein Erbarmen zeigt. Abends genießen wir nach ausgiebigen Tratsch und Klatsch mit den LKW-Fahrern unsere wohlverdiente Pastaspeise und kuscheln uns mit unsere neu erworbenen mexikanischen Schafsdecke ins Zeltchen, noch ist alles gut...

Sonntag, 11. November 2012

Central- Mexico „ab in die Berge ins Herzens Mexikos“


Route: La Paz- Mazatlan- Concordia- Santa Lucia- El Palmito- El Salto- Durango- Nombre de Dios- Fresnillo- Zacatecas- Aquascalientes- Lagos de Moreno- Leon- Guanajuato


Tagebucheintrag „Von der Wüsteninsel ab aufs Festland“ (Mazatlan, 24.10.12)


„...so nun mussten wir dann doch langsam Abschied nehmen von der schönen Halbinsel, einen Monat lang haben wir die Baja nun beradelt, bekitet und kennen gelernt, nun ist es Zeit aufs Festland zu ziehen. Am 23.10. ging unsere Fähre, so verabschiedeten wir uns von den lieben Bekanntschaften die wir in La Ventana gemacht haben und radelten von La Paz noch ein paar Kilometer bis nach Pichilungue, wo die Fähre los tuckerte. Ein letzter Sprung ins türkis warme Wasser und Siesta unter einer Palapa und schon ging es für uns aufs Schiff.
Mit vielen Motorrädern warteten wir auf den Einlass, für uns eine neue Bekanntschaft , bisher haben wir doch eher wenige motorisierte Biker getroffen. Erst wurden wir schwer bewundert, was wir da alles ohne Motor mitschleppen, doch schnell gingen die Gespräche in sachliches Motorrad Wissen, von welchem Tank, Kupik,wie schwer, welches GPS und was auch immer ..wir waren raus!
Letztendlich hatten alle 10 Biker (mit uns 2 ) das gleiche Ziel: Argentinien, nur der Zeitraum ist etwas anders, so werden die Biker ca Februar- Mai 2013 in Ushuaia sein, etwas schneller als wir und der Biker aus Frankreich startete seine Tour in San Francisco .VOR einer Woche!!!also in 7 Tagen bis hier her nach La Paz!!! Und wir haben dafür 2 Monate geschwitzt...!!! Unglaublich, aber gesehen haben wir defintiv mehr:-)

Sonntag, 21. Oktober 2012

Baja California Sur „Strände zum träumen...bis hin zum Weltuntergang“

Route: San Ignacio- Santa Rosalia- Mulege- El Requeson (Baja Conception)- Loreto- Ciuadad Insurgentes- Santa Rita- La Paz- La Ventana


Tagebucheintrag „von unserer Oase zum kleinen Paradies“ (10.10.12, El Requeson)

„...immer wieder gibt es schöne Plätze wo wir doch einfach bleiben könnten, auf jeden Fall für eine gewisse Zeit, einer davon auch San Ignacio, unsere Palmenoase mitten in der Wüste von der Baja. So bleiben wir auch ein paar Tage auf unserem privaten Camping, zwei Hippie Mädels aus Argentinien und Frankreich kommen noch hinzu.

Die 2 sind schon seit 5 Jahren am Reisen!! Mal als Backpacker, mal mit dem Auto, Bus, Zug oder wie auch immer, sie verkaufen während dessen selbstgemachten Schmuck und können sich so das Reiseleben ganz gut finanzieren. Das kleine Dorf San Ignacio mit einer sehr alten Missions-Kirche aus dem 18. Jhd. gefällt uns immer besser; so beschließen wir dort ein wenig zu bleiben, und lernten dabei auch die Menschen dort gleich etwas genauer kennen. So radeln wir täglich ins Dörfle auf die Plaza und geniessen das Leben dort. Nur sehr wenige Touris verirren sich noch hierher, die Saison startet erst im Herbst /Winter. Ein funktionierender kleiner Ort, Lelle mit seinem Bruder ist für die Wäsche da, so besitzt er die Dorf-Lavenderia, wo wir auch unsere Wäsche hinbringen, die nette mexikanische Familie am Kircheneck, die das beste Eis und absolut besten Fruchtsäfte und Licuados im Dorf machen. Wir sind richtig süchtig nach all den guten licuados (Mango, Melone, Papaya, Erdbeer) und die Familie lacht schon, als wir jeden Tag ankommen und wieder einen Saft bestellen:-).

Samstag, 6. Oktober 2012

Baja California: disierto, arroyos y ojos!


Route: Ensenada- San Vincente- Camalu- El Socorro bei St Quintin- El Rosario- bei den Kakteen- Catavina- Villa Jesus Maria – Guerrero Negro- Vizcaino- San Ignacio in der Palmenoase!

Tagebucheintrag „Montezumas Rache“ (Ensenada, 22.9.12)

oder: „Aus unserem Po schreit das Feuer von Mexiko!“

„...es könnte ja auch alles so schön sein: wir leben in der netten kleinen „Casa del Ciclista“, gemütlich mit einem weiteren Radelfahrer zusammen, haben also ein Dach über dem Kopf, sogar eine Couch, mexikanische Musik halt durch die verstaubten Straßen, der Geruch von all den vielen Straßenständen liegt in der Luft. Ein reges Treiben findet hier im Vorort von Ensenada statt und wir leben mitten drin! Die Bikes lassen wir im Zimmer zurück und wir inhalieren Mexiko zu Fuss, und wir können nicht widerstehen: Tacos, Tostadas y Tortas an jeder Ecke, wohl duftend und frisches Gemüse dazu. Radischen, Frühlingszwiebeln, Guacomole und verschieden farbige Salsas stehen an jedem Stand bereit und wir greifen zu!und es schmeckt!!! Sind sehr stolz unsere kleinen Spanisch Kenntnisse an den Mann/Mexicaner zu bringen und wir bekommen doch meistens was wir auch wollten. Mit einer Margarita beenden wir den Tag , ich beiße noch in einen frischen Pfirsich und dazu kochen wir uns einen Kaffee mit Leitungswasser. Das war dann wohl zu viel des Guten. Montezumas Rache trifft uns gewaltig! 2 Tage liegen wir flach und wenn wir nicht liegen befinden wir uns auf der Schüssel. - Mexico- Hintern im Klo!!
Alles muss raus aus dem Magen und es geht uns misserabel! Sowas haben wir auch noch nicht erlebt. Wir sind aber ziemlich glücklich überhaupt in einem Haus zu sein , vor allem mit Klo – nicht etwa in der Wüste!

Mittwoch, 19. September 2012

Süd Kalifornien: von der Wildnis ins urbane Treiben! - und hinein ins Unbekannte!


Route: Lomboc- El Capitan State Beach- Santa Barbara- Point Mugu- Malibu- Los Angeles- Dana Point- Cardiff by the Sea- San Diego– Tijuana (Mexiko)- Rosarito- Ensenada im„Casa del Ciclista“



Mittlerweile haben wir uns nun von Nordamerika, bzw. von der westlichen Welt verabschiedet (endlich!! :=) ) und haben es uns in Ensenada/Mexico gemütlich gemacht. Wer glaubt das ist nicht möglich, da überall nur Banditos und arme Leute rumlaufen, der irrt sich. Wunderbar ist es hier!aber später dazu mehr.

Über 1300km sind wir die wunderbare kalifornische Küste entlang geradelt. Gestartet in dem doch sehr kühlen und nebligen nördlichen Teil, nun wissen wir auch was Mark Twain mit dem Satz meinte: „The coldest winter I ever spent, was a summer in San Francisco!“, bis hin zu den südlichen Gebieten. Ab Los Angeles, über San Diego bis zu mexikanischen Grenze blieb es allerdings eher „urban“, von Beachboys, Bikini Girls, über Surfer bis hin zu Palmenstränden, riesen Städten, Nightlife, mexikanisches Essen und spanischer Architektur!

Manchmal hügelig, manchmal richtig steil und oft extrem entspannend mit gutem Rückenwind, die ganze Strecke ist absolut Radfahrer freundlich,fast immer (bis ein paar Ausnahmen) breite Seitenstreifen (Shoulders) oder Radelwege und wir haben die Autofahrer als auch sehr rücksichtsvoll erlebt (haben es aber auch schon anders gehört). Mit der Karte der Amerikanischen Radorganisation (Adventure Cycling Association-Pacific Coast: Part 4-5) ist die Strecke extrem leicht zu befahren, ab und an fast zu „well-organized“, für unsere Verhältnisse auf jeden Fall.